Ombres Chinoises

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Laufende Projekte

Hilfe von Kindern von Migrantenfamilien in Kunming


Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk Yunnan Jiaxin Children Assistance Center

 

Einführung
In China sind Familien, welche auf der Flucht vor der Armut in ländlichen Gebieten in die Städte migrieren, ein weitverbreitetes gesellschaftliches Phänomen. In Kunming, der Hauptstadt der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas umfassen sie bereits 1.2 Millionen, bei einer Gesamtbevölkerung von 4.3 Millionen. Diese Familien haben die wirtschaftlich schwachen Gebiete verlassen, um ein Auskommen in den prosperierenden Städten zu suchen. Leider kommt es aber nur sehr selten tatsächlich zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen. Die Migranten sind im allgemeinen jung und schlecht ausgebildet, was ihre Aussichten auf gut bezahlte Arbeit massiv einschränkt. Sie werden in verschiedenster FKinder die Ombres Chinoises unterstützenorm ausgebeutet, werden oft illegal beschäftigt, müssen gefährliche Arbeiten verrichten und in ungewöhnlichem Mass Überstunden leisten, welche nicht abgegolten werden; ausserdem werden sie von der angestammten Stadtbevölkerung diskriminiert. Die Mehrzahl dieser Familien lebt in selbstgebauten Behausungen ohne jeglichen Komfort und in unbeschreiblicher Armut. Die Situation ist noch katastrophaler, was die Ausbildung der Kinder betrifft. Um in eine öffentliche Schule eintreten zu können, müssen die Kinder im Besitz einer von den Stadtbehörden ausgestellten Niederlassungsbewilligung (Hukou) sein und die Familie muss belegen können, dass sie die Massnahmen zur Bekämpfung des Bevölkerungswachstums nicht verletzt hat, aufgrund derer ländlichen Familien zwei Kinder zugestanden werden. Wegen diesen behördlichen Einschränkungen hat nur eine Minderheit der Kinder von Migrantenfamilien Zugang zum öffentlichen BildKinder die Ombres Chinoises unterstützenungssystem. In Wirklichkeit haben die meisten dieser Kinder drei und mehr Geschwister und verlieren folglich jegliches Recht auf einen Eintritt ins Schulsystem. Für Kinder, die vom öffentlichen Schulwesen ausgeschlossen sind, besteht die einzige Hoffnung auf ein gewisses Mass an Ausbildung im Besuch einer privaten Schule, für welche keine behördlichen Papiere notwendig sind, die sich aber durch Gebühren finanzieren müssen, welche für die meisten betroffenen Familien unerschwinglich sind. Als Folge haben viele dieser Kindern weder Zugang zum öffentlichen, noch zum privaten Schulwesen und keinerlei Alternativen, zu einer angemessenen Ausbildung zu gelangen, welche ihre Zukunftsaussichten verbessern könnten. Die meisten sind gezwungen, ihren Eltern bei der Arbeit zu helfen, z.B. bei der Herstellung von Kohlebriketts in den lokalen Fabriken oder beim Sammeln von wiederverwertbaren Abfällen. Falls ihnen keine Möglichkeit gegeben wird eine Schule zu besuchen, verlieren sie für immer Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Ziel des Projektes
Wir wollen die Kinder-Organisation Jiaxin unterstützen und Schulgebühren mitbezahlen helfen. Zusätzlich wird versucht, die Eltern zur Mitfinanzierung der Ausbildung ihrer Kinder zu bewegen, damit diese Stolz auf ihre Kinder empfinden und ein Verantwortungsgefühl für deren Zukunft entwickeln. 50 CHF (ca. 40USD oder 30EUR) reichen aus, um das Semestergeld eines Kindes zu finanzieren.Kinder die Ombres Chinoises unterstützen

 

 

 

 

 

 

Tatsächliche Aussage über das Projekt
In einer ersten Phase im April 2007 hat Ombres chinoises 3'300 RMB (ungefähr 600 Franken) ausbezahlt. Davon wurden 1'535 RMB sofort verwendet für die Unterstützung von 12 Kindern. Zwei Kinder sind inzwischen von Kunming weggezogen und zwei weitere Kinder haben es kategorisch abgelehnt, zur Schule zu gehen. Die zwei letzten Fälle sind eine schwierige, aber leider vertraute gesellschaftliche Wirklichkeit, und wir versuchen, gemeinsam mit dem Jiaxin Center ein spezifisches Vorgehen für sie zu entwickeln. Die restlichen Mittel gewährleisten die Finanzierung des Schulbesuchs für diese und andere Kinder während des kommenden Herbstsemesters 2007.
Situation im Oktober 2007
Im Moment gehen neun Kinder zur Schule, ein Kind mehr als im April desselben Jahres. Sieben Kinder haben ihre Ausbildung normal weitergeführt in diesem Semester. Ein Kind hat die Schule in der Stadt Kunming verlassen; es ist in sein Heimatdorf zurückgekehrt. Die Aufklärungskampagne der freiwilligen Helfer in Jiaxin hat bereits zu einem schönen Erfolg geführt. Zwei Kinder, die sich bisher geweigert hatten, gehen jetzt zur Schule. Die allgemeine Situation ist allerdings sehr instabil. Oft können Kinder nicht lange zur Schule gehen, weil ihre Eltern in ärmlichen Verhältnissen leben. So bestritten und bestanden nur drei von acht Absolventen die Schlussprüfungen vor der Sommerpause. Die andern hingegen konnten die Prüfungen nicht machen. Ihre Familien kehrten vorübergehend in die Heimatdörfer zurück um zu arbeiten. Wir überprüfen zusammen mit der Organisation Jiaxin Möglichkeiten, die Situation solcher Familien zu verbessern, damit ihre Kinder in der Schule bleiben können.

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Dieses ist der Anfang konkreter Hilfsleistungen, die Ombres Chinoises zunehmend in dieser Region leistet. Ihre Spenden erlauben uns, zukünftig noch mehr Kindern zu unterstützen und und weitere humanitäre Projekte zu finanzieren.

P.S.: Ombres Chinoises kennt die Identität aller Kinder, die in diesem Programm unterstützt werden und hat die Zuverlässigkeit der Arbeit laufend überwacht, die in Kunming geleistet wird. An der jährlichen Mitgliederversammlung wird in allen Details Rechenschaft über die Aktivitäten von Ombres Chinoises und den Finanzfluss abgelegt. Auf Wunsch stellen wir den jährlichen Rechenschaftsbericht gerne auch Spendern per Email zu.


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